
Durch einen glücklichen Zufall ergab sich für die Lufos die Gelegenheit, doch noch an den Deutschen Meisterschaften U20 teilzunehmen. Durch die kurzfristige Absage der Piratos aus Karlsruhe suchte der DFV nach einem Team, das mit wenigen Tagen Vorlaufzeit zusagen konnte. Und da die DM in Haldenwang stattfand, machten sich zehn Lufos kurzentschlossen auf den Weg ins Allgäu.
Da unsere eigentlichen U20-Spieler:innen wegen des Frankreichaustausches gar nicht im Lande waren, bestand das Team der Lufos ausschließlich aus U17-Spieler:innen. Unterstützt wurden wir dabei von Adnan von den Kindln und Silas von den JuniorWolves. Uns war klar, dass wir hier nicht um die Deutsche Meisterschaft mitspielen würden, dennoch wollten wir die Chance nutzen, uns auf höchstem Niveau mit den besten Teams Deutschlands zu messen .
Gleich das erste Spiel ging gegen einen der Mitfavoriten, Sean’s Sheep aus Beckum. Zwar fiel das Ergebnis mit 5:12 deutlich aus , doch zeigten die Lufos mit einigen überraschenden Aktionen, sicherem Passspiel und einer engen Defense, dass wir uns hier nicht kampflos geschlagen geben würden. Im nächsten Match hieß der Gegner MuH, die überraschend stark besetzt waren und uns mit ihrem sehr schnellen Spiel keine Chance ließen. Die deutliche Niederlage trübte unsere Stimmung erheblich – vor allem, weil viele unserer Fehler auf eigene Unkonzentriertheit zurückzuführen waren.
Es folgte eine sehr lange Mittagspause, in der sich das Team mit Cards against Humanity und Lucky Lachs ganz bewusst vom Spielgeschehen ablenkte. Wie wichtig diese mentale Erholung sein sollte, zeigte sich dann im Spiel gegen die Frizzly Bears aus Aachen. Auch hier standen mehrere Nationalspieler auf der gegnerischen Line. Doch das Endergebnis von 8:13 zeigte deutlich, dass die Lufos nun mit viel mehr Spaß und Einsatz spielten. Prompt funktionierten Overheads und Defenses und Karla zeigte einen sensationellen Layout in der Endzone, der von den zahlreichen Zuschauer:innen mit großem Applaus gefeiert wurde. Ein absolut starkes Spiel. Das nächste Spiel gegen die späteren Finalteilnehmer aus Leipzig, Pizza Volante I, zeigte erneut den großen Leistungs- und Athletikunterschied zwischen einem ausgewachsenen U20-Team mit mehreren Nationalspieler:innen und unserem jungen U17-Team. Dennoch verdienten wir uns mit dem 3:13 den Respekt unserer Gegner, die von unserer Spielstärke trotz des Altersunterschieds überrascht waren.
Es folgte das Abendessen und anschließende Zusammensein mit anderen Teams. In solchen Momenten kommt das verbindende Element unseres kleinen Sports besonders zum Ausdruck. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Freund und Gegner – es entstehen freundschaftliche Beziehungen, sowohl zwischen einzelnen Spieler:innen als auch zwischen ganzen Teams. Die Nacht sollte aber kurz werden, stand doch die Zeitumstellung zur Sommerzeit an.
Die kurze Nacht schien für die Lufos aber kein Problem darzustellen. Nach Frühstück und Aufwärmen zeigten wir eine beeindruckend konzentrierte Leistung, die den Gegner Pizza Volante II vor große Schwierigkeiten stellte. Schnell führten wir mit 2:0 und hielten den Abstand, bis die Leipziger in der Mitte des Spiels aufholen und schließlich überholen konnten. Doch auch danach blieb es ein enges Spiel, das mit 8:6 knapp an die Leipziger ging – sie mussten jedoch hart für ihren Sieg kämpfen. Im abschließenden Spiel gegen die Cologne Colibris konnten wir nicht ganz an die konzentrierte Form des vorigen Spiels anknüpfen und ließen uns von der hektischen Spielweise des Gegners anstecken. So endete auch dieses Spiel mit einer Niederlage (6:10) und wir beendeten das Turnier auf dem zehnten und letzten Platz.
Aber viel mehr als die Platzierung sagt die Art und Weise unserer Spiele etwas über die Leistungsfähigkeit dieses Teams aus. Als mit Abstand jüngstes Team konnten wir den athletisch und körperlich überlegenen Teams einige Herausforderungen bieten. Besonders erwähnenswert war dabei auch, dass bei uns die Mädchen nicht nur als Ergänzungsspielerinnen mitgenommen werden, sondern integraler Bestandteil unseres Teams sind. Wir zeigten auch bei den Deutschen Meisterschaften, dass wir echtes Mixed-Ultimate ernst nehmen. Denn wir Lufos sind ein Team, auf das alle Teammitglieder stolz sein können.
Die Lufos waren Ida, Isabella, Felix, Jella, Karla, Leo, Ludwig, Michel, Silas, Adnan